Design & Kindermode: Warum das eine das andere nicht ausschließt
02 Dez 2014

Design & Kindermode: Warum das eine das andere nicht ausschließt

Diese Momente kennen wir doch alle: Jene,

02 Dez 2014

Diese Momente kennen wir doch alle: Jene, in denen wir uns mit der Familie, vielleicht sogar mit dem neuen Partner alte Kinderfotos ansehen und nicht wissen, ob wir lachen oder weinen sollen. Modetrends kommen und gehen, aber auf diesen Fotos trugen wir Kleidung, die uns mitunter nur noch sprachlos macht: Eine schmerzende Kombination aus den gewagten Mustern, überkommenden Schnitten und grellen Farben. Während wir – mit Pilzkopf – auf dem Schoß unserer ebenso wagemutig gekleideten Mutter sitzen und zahnlos in die Kamera grinsen. Und jedes Mal folgt die unausweichliche und vorwurfsvolle Frage unsererseits an unsere Mama: „Wie konntest du mir DAS nur anziehen!?“, worauf die ebenfalls vorhersehbare Antwort kommt: „Das war damals eben modern…“ Und in solchen Momenten wissen wir: Unseren Kindern soll es einmal besser gehen.

kleidung damalsFotos: ich damals…

Und die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht: Ganz so, wie Mode für Erwachsene auf dem Laufsteg normal ist, erobern nun auch Kinderkollektionen die Welt des Modedesigns. Allein in diesem Jahr gab es bereits zwei namhafte Kindermodemessen in Düsseldorf und Köln und, ja, auch wenn die Haute Couture für Kinder hier und da vielleicht unerschrockene Outfits präsentiert, ist eines jedoch sicher: Mode für die Kleinen bekommt mittlerweile so viel Aufmerksamkeit wie nie zuvor.

image eco fashionshoweco fashion week Vancouver

Das hat natürlich seinen Grund – den ich gerne mit meinem Motto „We care about what we love, we love what we wear“ umschreibe.

Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir unsere Liebsten schön kleiden können – und genau das taten unsere Mütter ebenfalls. Jedoch leben wir heute in einer anderen Zeit und wissen, dass es nichts bringt, unseren Kindern etwas aufzudrängen, was allein unseren Vorstellungen und Wünschen entspricht. Vorbei sind die Zeiten der klassischen rosa-blau-Farbenzuordnung für Mädchen- und Jungenkleidung. Kinder sind keine Anziehpuppen, die den Geschmack der Eltern nach außen tragen – sie sollen zeitlose, schlichte, funktionale und vor allem „gesunde“ Kleidung tragen dürfen, in der sie sich wohlfühlen und frei bewegen können. Denn nicht die wildesten Muster und Schnitte beweisen Stil und Design, sondern vor allem die Haltung: Weniger ist mehr.

photo boy or girlPhoto: Muss es immer rosa oder hellblau sein? / (c) Sadie James

Getreu diesem Motto habe ich mit kati:ga ein Label geschaffen, das Kindern und deren Bedürfnissen gerecht werden soll: Meine erste Kollektion für Babys und Kinder im Alter von null bis sieben Jahren von 2011 hob sich vor allem durch ihr exklusives, sportliches Design und hochwertigste Materialien von der breiten Masse an Kindermode ab. Die zu 100% aus Biobaumwolle bestehenden und fair gehandelten Kleidchen, Shirts, Jacken und Strampler bestechen nicht nur durch ihr zeitloses Design sondern auch durch praktische Kniffe: So sind fast alle Stücke unisex, was den Vorteil hat, dass sie zum einen sowohl von Mädchen als auch Jungen getragen und andererseits – ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens – von Geschwistern und Freunden „aufgetragen“ werden können; und das dank des zeitlosen Designs ohne unmodern zu wirken.

photo katiga Collectionkati:ga Kollektion

Außerdem passen alle schlicht gehaltenen Farben der gesamten Kollektion wunderbar zueinander, sodass morgens die Frage der Kombination schnell geklärt ist. Und für die, die hoch hinaus wollen: Einige Kleidchen „wachsen“ sogar mit, was bedeutet, dass sie auch ein paar Jahre später noch als Tuniken getragen werden können.

Kati:ga ist eben für die, die wir lieben, mit Liebe designt und ich hoffe, dass ihr alle eure Freude daran habt!

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag!

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